Neue Zeit, nachhaltige Entschlüsse

„Wir leben in einer interessanten Zeit, worin nachhaltige Entscheidungen getroffen werden sollten“. Neben seiner Rolle als ArtDirector beim Designlabel Weltevree entwirft Floris Schoonderbeek Produkte, welche einen nachhaltigen und verantwortungsvollen Umgang mit unserer Umgebung besondere Sorge tragen. Floris spricht in diesem Interview mit Kitty de Jong vom Magazin Dude – dem Dutch Designers Magazine – über die neue Zeitrechnung der gelebten Nachhaltigkeit.

2002 macht Floris an der ArtEZ in Arnheim seinen Abschluss. Seine Examenarbeit war der Dutchtub. „Ich wollte damals keinen Jaccuzzi entwerfen, glaubte aber auch im urbanen Umfeld frei und ungezwungen leben zu können. Und was ist freier als eine warme Badewanne an einem Ort seiner Wahl zu geniessen?“ Der holzbeheizte Badezuber mit aussenliegender Wärmetauscher-Spirale bringt es auf den Punkt; Holzhacken, feuern und ein warmes Bad geniessen in seiner unmittelbaren Umgebung – oder eben „in the middle of nowhere“.

„Täglich steht die Menschheit vor einem grossen Dilemma. Die Art, sein Leben zu gestalten muss sich verändern und eine nachhaltige Wahl von Produkten ist erst der Anfang.“ Floris sieht die Chancen und setzt sich mit ihnen auseinander. Mit spielerischen Entwürfen und unpolierten, aber gewollt niedlich anmutenden Produkten erobert Floris die Herzen so mancher Design-Fans. Ästhetik steht dabei nicht an erster Stelle. Die Produkte nehmen die Bedürfnisse der Zeit auf  – das Konzept und die Funktion stehen an erster Stelle. Der Mensch wird dabei zur Natur zurückgeführt und dazu verleitet, sich im Freien aufzuhalten.

Nachhaltige Entscheidungen

Die bewusste Wahl zur Nachhaltigkeit ist nicht nur in seinen Entwürfen klar ersichtlich. Auch in seinem Privatleben richtet sich Floris zentral nach einem gesünderen Planeten Erde aus. So besitzt er bereits seit fünf Jahren ein elektrisch angetriebenes Auto. Dies bedeutet aber auch, dass die Mobilität anders geplant werden muss. „Man wird als Elektroauto-Fahrer ganz von alleine organisierter, aber bereits heute ist die Abdeckung in Sachen Ladepunkte für das Fahrzeug bedeutend besser als noch vor Jahren.“ Floris selber hat dabei aktiv an dieser rasanten Entwicklung der Ladestellen-Netzes in den Niederlanden beigetragen; Er hat die in die Lolo-Ladestelle für Elektrofahrzeuge entworfen. In Zusammenarbeit mit „Sinds 1416“ und „The New Motion“ findet diese Ladestelle in den Niederlanden allgemeine Verbreitung und wird in der „Love-to-Load-App“ angezeigt. Darüber erzählt uns Floris mehr im Interview mit Kitty de Jong in der Frühlings-Ausgabe vom Dude-Magazin.

Das Konzept und der Mehrwert für die Gesellschaft ist der rote Faden in Floris’ Entwürfen. Der kommerzielle Erfolg der Entwürfe wird durch eine Korporation mit Dritten erreicht. „Mein Zutun ist das Konzept und die Gestaltung von einem Produkt. Alles Andere überlasse ich danach den Spezialisten in Fertigung und Vermarktung sowie dem Verkauf.“ Das humorvolle niederländische Design und das „man sieht wie’s funktioniert“ sind allgegenwärtig in Floris’ Entwürfen. Vom niedlichen „Guidelight“ bis hin zum autarken „Groundfridge“ – jedes Produkt findet seine Abnehmer und seine Fans. Aber für jedermann ist es logisch, wie’s funktioniert.

Die gesamte ist nur in Niederländisch

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